Xeno – 26.07.2016

Alles Schei….

Gestern standen wir ca. 50 m vom Radweg entfernt, Xeno beobachtete den dort fahrenden Verkehr, eigentlich kennt er das ja, der Radweg und die dahinter herlaufende Strasse sind ja schließlich nicht neu, auf einmal steigt seine Anspannung an, ich denke noch, was hat er denn und dann habe ich es verstanden, er konnte zwar die Bewegungen der Radfahrer wahrnehmen, aber nicht das es Radfahrer sind, es ist ähnlich wie mit den Tauben wenn die zu mehreren über ihn hinwegen fliegen, er sieht die Bewegung aber er sieht nicht was es ist, hier haben wir es geschafft, das er nur hinterherschaut, ich hoffe, das schaffen wir bei anderen Dingen auch.

Wir werden verstärkt an einem zuverlässigen Gehorsam arbeiten müssen, sonst war es das mit dem Freilauf bei uns vor der „Haustür“.

Wie ich mich nach der Erkenntnis gefühlt habe, brauche ich nicht zu erwähnen.

 

Xeno oder glaubt an euren Hund

 

image Xeno, gerade mal vier Jahre, hat einen Katarakt ( grauer Star,  http://www.augen.de/tieraugenheilkunde/der-graue-star-beim-hund/#c2590), d.h. er wird erblinden. Wie lange er darunter leidet ist unklar, aber wahrscheinlich schon lange.

Für alle die ihn kennen und tagtäglich mit ihm zu tun haben, wird nun das Verhalten in Alltagssituationen klar, diese Vorsicht beim Betreten von Räumen deren Böden dunkel sind, das angestrengte Hinterhersehen von Vögel während des Fluges, das unsichere Treppenherunterlaufen gerade wenn es „ins Dunkle“ geht, die Probleme beim Apportieren insbesondere beim Aufnehmen, wenn er den Kopf runternehmen muss, das er es vorzieht sich an hellen Tagen im Dunkeln sich aufzuhalten, da zu helles Licht unangenehm ist, vielleicht erklärt es auch das schlechte Fressen, da er ja auch hier den Kopf zum Napfen senken muss und er lieber aus der Hand frisst etc.

Dies und seine langwierigen  Ohrenentzündung die Allergischen Ursprung haben, erklären soviel.

Ich bin erleichert endlich zu wissen, was mit dem „Baby“ los ist. Nun kann ich ihn weiter ausbilden und dem Rechnung tragen, dass aufgrund des Handicaps manches nicht möglich sein wird oder man andere Wege gehen muss, um an das Ausbildungsziel zukommen.

Ich habe immer geahnt, dass etwas mit dem „Baby“ nicht stimmt, jetzt weiss ich es. Viele haben mir vorgeworfen, ich würde den Kleinen nicht lieben, wenn er sich mal wieder verkrümmelte und sich der Ausbildung entzogen. Heute weiss ich, er konnte nicht anders und es war dann oft kein Ungehorsam, was ihm auch unterstellt wurde.

Leute glaubt an euere Hunde und hört auf das was sie auch sagen.

 

 

 

 

Epigenetik

Zur Zeit widmen sich  viele dem Thema „Epigentik“ . Was ist das? Eine Erklärung findet sich unter anderem hier: http://lexikon.stangl.eu/1245/epigenetik/. Interessant wird dieses Thema auch in der Hundezucht, denn es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Genaktivität während der ersten Woche im Rahmen des Brutpflegeverhaltens für die Stressregulation verantwortlich ist. Somit ist die Wahl der Zuchthündin von grundlegender Bedeutung, denn nur wesensfeste und instiktsichere Hündinnen sollten zur Zucht eingesetzt werden, dies liegt in der Verantwortung des Züchters. Die Hündin sollte sich während der Trächtigkeit und danach wohl- und sicher fühlen. Denn viele Regelmechanismen werden schon in der Embroynalentwicklung eingestellt, um die Welpen auf das spätere Leben vorzubereiten. Somit kann sich unbewältigbarer Stress der Mutterhündin auf die Embryonen und somit auf das Verhalten der Welpen auswirken. Von der Mutter schlecht betreute Welpen können später Hunde mit Verhaltensproblemen werden und dies auch weiter vererben, da das Gen für die Stressresistenz ausgeschaltet ist und somit inaktiv, denn durch Fürsorge wird das Gen für Stress erst eingeschaltet.Somit kann sich eine stressige Umwelt auf die Welpenentwicklung und die weitere Vererbung sehr nachteilig auswirken. Die „Epigenetik“ wird die Forschung und die Züchter in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch weiter beschäftigen.

Bindung – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem sicheren Wesen

Emy - Gelbbacke

 

10 Punkte auf dem Weg zu einer sicheren Bindung zwischen dem Welpen und seinem Menschen

  1. Es kümmert sich nach der Übernahme des Welpens vom Züchter eine Person um den Welpen. Diese gibt dem Welpen einfühlsam und ausgiebig Hilfestellung beim Hineinfinden in sein neues Leben und neue Situationen zu geben.
  2. Dieser sollte in der ersten Zeit fast rund um die Uhr für die Betreuung des Welpen zur Verfügung stehen. Erst wenn eine gewisse Vertrautheit beim Welpen erkennbar ist, kann in kleinen Schritten mit dem Alleinlassen begonnen werden.
  3. Der Welpe sollte auch in der Nacht nicht alleine gelassen werden, dies ist für das Sicherheitsempfinden des Welpens von größter Wichtigkeit.
  4. Betreuungsappelle des Welpen sollten nicht ignoriert werden. Das Eingehen auf Pföteln, Anstupsen, Quieken sollte nicht als Verwöhnung angesehen werden. Nähe, Kontakt, Futtergabe usw. signalisieren Sicherheit und Geborgenheit.
  5. Spielen Sie mit Ihrem Welpen ruhig auch mal ausgelassen. Gemeinsames Spiel festigt die Bindung.
  6. Unternehmen Sie gemeinsam kleine Ausflüge um die Umwelt zu entdecken.
  7. Versuchen Sie Ihren Welpen kennenzulernen, lernen Sie seine Körpersprache zu lesen.
  8. Zeigen Sie Ihrem Welpen auch Grenzen auf, diese sind unerlässlich im gemeinsamen Zusammenleben.
  9. Bahnen Sie eine altersgemäße, liebevolle aber auch konsequente Erziehung an.

Vermeiden Sie eine Überforderung aber auch eine Überhütung.

Im Augenblick….

imageIm Augenblick wenig los hier im Blog, wir haben unsere Aktivitäten gem. der Jahreszeit nach draussen verlegt umd sind weniger im Netz unterwegs.

 

Erreichbar sind wir wie gewohnt über Handy (Nr. 0162 4645255) Email (dogs_learn@gmx) und Co.

Gefährlicher Hund und nun

Die Einstufung ob man einen gefährlichen Hund hat oder nicht ist in der Landeshundeverordnung geregelt. Die Behörde (Ordnungsamt) kann Hunde auch dann als gefährlich einstufen, wenn ihnen bestimmte Handlungen nachgewiesen werden, so gelten beispielsweise als gefährlich die sich als bissig erwiesen haben, die andere Tiere hetzen oder reissen, die in Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben etc. Ist es erst zu Post vom Ordnungsamt gekommen, ist es ratsam schriftlich Kontakt mit dem Amt aufzunehmen, gegebenenfalls sollte ein Anwalt für Tierrecht hinzugezogen werden.

Für die Haltung eines „gefährlichen Hundes“ ist eine behördliche Erlaubnis erforderlich. Der Halter muss sich u.a. als zuverlässig erweisen und ein berechtigtes Interesse nachweisen. Es kann ein Maulkorb und Leinenzwang angewiesen werden, dem Folge zu leisten ist, sonst gilt man als unzuverlässig.

Wird ein gefährlicher Hund ohne Erlaubnis gehalten, also illegal, kann eine Beschlagnahmung und Unterbringung im Tierheim angeordnet werden,

Hinzukommen noch die Hunderassen und deren Mixe, die auf Grund der Rassezugehörigkeit in manchen Bundesländer als gefährlich eingestuft wurden.

Erwähnt werden an dieser Stelle sollte noch, dass nahezu jedes Bundeslandes seine eigenen Regeln hat, hier ist die Verordnung, das Gesetz, ausschlaggebend in welchem Bundesland man seinen Wohnsitz hat.