Bitte nicht bei der Hitze

Bei der Hitze in den letzten Tage bevorzugen alle meine Hunde die Kühle des Kellers, dabei steht die Waschhaustür auf und sie könnten jeder Zeit auf den Hof, aber selbst das „Kerlchen“ bleibt im Haus, es wird immer mal draussen geschaut ob alles o.k. ist, aber dann geht es schwupps wieder rein.

Wenn ich den roten Jungs so mit zu schaue denke ich, recht haben sie.

Leute, haltet es bitte mit eueren Hunden auch so, wie es meine vorleben. Lasst sie bei der Hitze in Ruhe, Hunde müssen bei dem Wetter nicht joggen, Radfahren, stundenlang in der Sonne spazieren gehen, vielen reicht es einfach entspannt irgendwo über die Hitze des Tages hinwegen zu dösen.

Bitte denkt auch daran, der Teer heizt sich auf und gerade die kleinen Hunde mit den kurzen Beinen müssen neben der Sonne von oben auch noch die Hitze von unten ertragen. Ausserdem besteht die Gefahr von Verbrennungen an den Füssen wenn sie über den aufgeheizten Teer laufen und verbrannte Füsse sind nicht witzig.

Sobald es wird kühler wird, begleiten Euch Euere Hunde bestimmt wieder gerne, aber jetzt ………

 

Einmal ist immer das erste Mal

Heute nachmittag unterhielt ich mich mit einem Jagdpächter, während des Gespräches tauchte auf einmal in freilaufender Hund auf, der augenscheinlich am suchen war, dann verschwand der Hund, dann erschien ein flüchtendes Reh Richtung Waldrand und in Abstand folgte der besagte Hund. Der Hund verlor das Reh aus dem Sichtfeld und brach daraufhin die Suche ab, kurze Zeit erschien er wieder, immer noch suchend. Daraufhin beschloss der Jagdpächter doch mal zu schauen, ob und wo der Besitzer zu finde ist. Ich begab mich daraufhin auch zu meinem Auto. Auf dem Rückweg begegnete ich der Besitzerin plus Hund. Ihr war es sichttlich unangenehm, was ihr erst acht Monate alte Hund angestellt hatte. Es folgte ein sehr nettes Gespräch, das Reh hatte wohl den Weg während des Trainings des Hundes gekreuzt und dann passierte was nicht passieren sollte, die Jagd begann.

Keiner ist davor gefeiht, dass gerade ein junger Hund, wie in diesem Fall, der Versuchung widerstehen kann, hinterherzulaufen.

Bitte denkt aber daran, wir haben Brut- und Setzzeit und z.B. die Rehe hochtragend sind. Eine Jagd kann unvorhersehbare Folgen für das Muttertier und die Babys bis zum Tod der beiden haben.

Gebühren und wie sie zustandekommen

Heute hatte ich ein interessantes Telefongespräch, welches ich zum Anlass nehmen möchte, aufzueigen, welche Voraussetzungen für die Tätigkeit eines Hundetrainers nötig sind und welche jährlichen Auslagen entstehen, um etwas Transparenz in die Höhe der Gebühren zu bringen und um aufzuzeigen, das die Arbeit mit einer Übungseinheit noch  nicht getan ist

Zum Betreiben einer Hundeschule benötigt man

einen Gewerbeschein

die Genehmigung des Veterinäramtes

eine Betriebshaftpflichtversicherung

anzuraten ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband

die monatlichen bzw. jährlichen Auslagen setzen sich zusammen aus:

Telefongebühren

Werbekosten (Visitenkarten, Flyer, Banner, Homepage, Fahrzeugwerbung, bedruckte Bekleidung, etc.)

Teilnahmegebühren für anerkannte Fortbildungen (von den Behörden verlangt)

Kosten für Literatur (Zeitschriften, Bücher,E-Books etc. )

Kosten für Recherchen u.a. im Internet

Gebühren für Steuerberater

Gebühren für Behörden (z.B. Veterinäramt)

Gebühren für die Betriebshaftpflichtversicherung

Gebühren für Vereine und Verbände

Gebühren für eine Unfallversicherung (zusätzlich zur Krankenversicherung) sinnvoll falls man selbst mal gebissen wird

Fahrtkosten

Unterhaltungskosten (Tierarzt, Futtergeld, Versicherung etc.) sowie Anschaffungskosten der eigenen Hunde (anteilsmäßig) die als Co-Trainer eingesetzt werden

Ausbildungskosten der eigenen Hunde

Ausbildungsgegenstände (z.B. Pylonen, Hürden, etc.)

Mietkosten für Übungsgelände

die Arbeit nach der Übungseinheit

Neben den vereinbarten Übungsstunden erfolgt oft nach ein Kontakt über Telefon oder Whatsapp, um Fragen die entstanden sind abzuklären und weitere Übungsvorschläge zu machen und Hausaufgaben zu überwachen

in diesem Zusammenhang erfolgt jeweils zeitnah eine Dokumentation über die Übungseinheit und den nachfolgenden Kontakt in Form von Notizen oder Speicherung des Schriftverkehrs.

 

 

 

Silvester – plötzlich und unerwartet

plötzlich und unerwartet steht Silvester vor der Tür und somit die alljährliche Überlegung wie schütze ich meinen Hund vor dem geballere. Ich habe mal im Netz nach dem ein oder anderen Artikel gesucht, wie immer ohne Gewähr für den Inhalt und ob es funktioniert

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19740

Tipps gegen Silvesterstress

 

Xeno – 15.08.2016

imageXeno wollte in den letzten Tagen die Kellertreppe wieder nicht alleine laufen, dies hatte er schon mal mit knapp einem Jahr, da dachten wir noch, er hätte sich beim runterlaufen wehgetan und traute sich deshalb nicht mehr. Aber beim Treppen runterlaufen muss er ja nach unten schauen und mit dem heutigen Wissen denke ich es ist ihm an manchen Tagen unangenehm und dann traut er nicht vor allem da unsere Kellertreppe nach unten zwar ausgeleuchtet ist aber der erste Meter dunkel ist und als erste Stufe auch noch Laminat liegt, alles die besten Voraussetzungen, dass man, wenn man unsicher ist, ins Rutschen kommen kann.

Mit dem Rückruf hat auch noch nie so richtig geklappt. Gestern war es zum einen siw Situation, das wir mit mehreren Hunden unterwegs waren, er einige Meter vor mir stand. Als ich rief schaute er zwar in meine Richtung, aber er kam nicht, hat er micht ignoriert (?) oder hat er meine Stimme zwar gehört sah mich aber nicht und konnte sich daher nicht orientieren, weil ihm unklar war wo die Stimme herkam. Ich weiss es nicht, ich werde es weiter beobachten.

Bei dem zweiten mal als ich ihn rufen musste, kamen Radfahrer von hinten an und er lief einige Meter vor mir, auch hier schaute er auf, schaute in meine Richtung bewegte sich aber nicht auf mich zu, er blieb stehen, war in der Situation auch nicht verkehrt. Die Lichtverhältnisse an der Stelle an der ich stand, waren hier Sonne und Schatten von den Bäumen in einem Lichtspiel. Er stand in der Sonne, ob es auch hier einen Zusammenhang gab zwischen den Lichtverhältnissen, der Orientierung und dem nicht sehen?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Auch wenn es um enge Durchlässe geht, wo die Hunde die Breite nicht abschätzen können ist er unsicher.

Xeno ist schon immer der Hund, der am vollen Futternapf verhungert, frisst er zum einem so schlecht, weil rote Setter das gerne mal machen oder fliesst auch hier die Situation ein, dass er ja den Kopf nach unten machen muss und das ihm unangenehm ist?

Natürlich wird der ein oder andere jetzt denken, die hört ja die „Flöhe“ husten, aber ist es so abwegig?

Leider findet man wenig Literatur zu dem Thema „Sehbehinderte Hunde“ daher würde ich mich über Erfahrungsaustausch freuen.

Xeno – 26.07.2016

Alles Schei….

Gestern standen wir ca. 50 m vom Radweg entfernt, Xeno beobachtete den dort fahrenden Verkehr, eigentlich kennt er das ja, der Radweg und die dahinter herlaufende Strasse sind ja schließlich nicht neu, auf einmal steigt seine Anspannung an, ich denke noch, was hat er denn und dann habe ich es verstanden, er konnte zwar die Bewegungen der Radfahrer wahrnehmen, aber nicht das es Radfahrer sind, es ist ähnlich wie mit den Tauben wenn die zu mehreren über ihn hinwegen fliegen, er sieht die Bewegung aber er sieht nicht was es ist, hier haben wir es geschafft, das er nur hinterherschaut, ich hoffe, das schaffen wir bei anderen Dingen auch.

Wir werden verstärkt an einem zuverlässigen Gehorsam arbeiten müssen, sonst war es das mit dem Freilauf bei uns vor der „Haustür“.

Wie ich mich nach der Erkenntnis gefühlt habe, brauche ich nicht zu erwähnen.

 

Xeno oder glaubt an euren Hund

 

image Xeno, gerade mal vier Jahre, hat einen Katarakt ( grauer Star,  http://www.augen.de/tieraugenheilkunde/der-graue-star-beim-hund/#c2590), d.h. er wird erblinden. Wie lange er darunter leidet ist unklar, aber wahrscheinlich schon lange.

Für alle die ihn kennen und tagtäglich mit ihm zu tun haben, wird nun das Verhalten in Alltagssituationen klar, diese Vorsicht beim Betreten von Räumen deren Böden dunkel sind, das angestrengte Hinterhersehen von Vögel während des Fluges, das unsichere Treppenherunterlaufen gerade wenn es „ins Dunkle“ geht, die Probleme beim Apportieren insbesondere beim Aufnehmen, wenn er den Kopf runternehmen muss, das er es vorzieht sich an hellen Tagen im Dunkeln sich aufzuhalten, da zu helles Licht unangenehm ist, vielleicht erklärt es auch das schlechte Fressen, da er ja auch hier den Kopf zum Napfen senken muss und er lieber aus der Hand frisst etc.

Dies und seine langwierigen  Ohrenentzündung die Allergischen Ursprung haben, erklären soviel.

Ich bin erleichert endlich zu wissen, was mit dem „Baby“ los ist. Nun kann ich ihn weiter ausbilden und dem Rechnung tragen, dass aufgrund des Handicaps manches nicht möglich sein wird oder man andere Wege gehen muss, um an das Ausbildungsziel zukommen.

Ich habe immer geahnt, dass etwas mit dem „Baby“ nicht stimmt, jetzt weiss ich es. Viele haben mir vorgeworfen, ich würde den Kleinen nicht lieben, wenn er sich mal wieder verkrümmelte und sich der Ausbildung entzogen. Heute weiss ich, er konnte nicht anders und es war dann oft kein Ungehorsam, was ihm auch unterstellt wurde.

Leute glaubt an euere Hunde und hört auf das was sie auch sagen.

 

 

 

 

Epigenetik

Zur Zeit widmen sich  viele dem Thema „Epigentik“ . Was ist das? Eine Erklärung findet sich unter anderem hier: http://lexikon.stangl.eu/1245/epigenetik/. Interessant wird dieses Thema auch in der Hundezucht, denn es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Genaktivität während der ersten Woche im Rahmen des Brutpflegeverhaltens für die Stressregulation verantwortlich ist. Somit ist die Wahl der Zuchthündin von grundlegender Bedeutung, denn nur wesensfeste und instiktsichere Hündinnen sollten zur Zucht eingesetzt werden, dies liegt in der Verantwortung des Züchters. Die Hündin sollte sich während der Trächtigkeit und danach wohl- und sicher fühlen. Denn viele Regelmechanismen werden schon in der Embroynalentwicklung eingestellt, um die Welpen auf das spätere Leben vorzubereiten. Somit kann sich unbewältigbarer Stress der Mutterhündin auf die Embryonen und somit auf das Verhalten der Welpen auswirken. Von der Mutter schlecht betreute Welpen können später Hunde mit Verhaltensproblemen werden und dies auch weiter vererben, da das Gen für die Stressresistenz ausgeschaltet ist und somit inaktiv, denn durch Fürsorge wird das Gen für Stress erst eingeschaltet.Somit kann sich eine stressige Umwelt auf die Welpenentwicklung und die weitere Vererbung sehr nachteilig auswirken. Die „Epigenetik“ wird die Forschung und die Züchter in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch weiter beschäftigen.