Oft bleibt nur ein Grinsen

Seit 1992, mit dem Einzug von meinem Timchen, dem Mitbegründer meiner Hundeschule, verfolge ich, sehr interessiert, den Werdegang des Hundewesens in Deutschland, oft mit einem Kopfschütteln und noch öfters mit einem breiten Grinsen.

Untereinander wird verleumdet, gehasst, Gerüchte in die Welt gesetzt. Die vermeintliche Konkurrenz muss mit allen Mitteln aus dem Weg geräumt werden. Je enger der Markt wird, je mehr Hundeschulen, Hundetrainer, Hundepsychologen , Tierschutzvereine, Tierschützer, Hundevereine des ein oder anderen Verbandes und nicht zu letzt die Berufsverbände der verschiedenen Ausrichtungen auf den Markt drängen, desto, entschuldigt die Wortwahl, bekloppter wird es.

Gerade in den unteren und mittelständischen Bereichen, wird angefeindet und gegeneinander gearbeitet. Was für ein Blödsinn, man sollte über Netzwerke und Kooperationen nachdenken, um somit das beste Ergebnis für den Kunden herauszuholen.

Ähnlich wie ein Hausarzt an Fachärzte überweist, aber Ansprechpartner bleibt, bei dem im besten Fall die Fäden zusammen laufen.

Hier müssen einige noch sehr viel lernen vor allem Größe und von ihrem hohen Ross runtersteigen, bevor sie fallen oder das Leben sie abwirft. Leute ihr könnt sie nicht alle töten.

Ich werde weiter kopfschüttelnd und grinsten das Ganze beobachten, gespannt auf das was die Zukunft bringt und wie sich alles weiterentwickelt.

Was schreibe ich nur

Deckrüde, ISCD, Xeno, Trollhausen

Xeno

Freunde ( http://www.irish-setter-clever-und-cool.de/start.htm) haben mich gebeten einen Beitrag für Ihren Blog zu meinem Leben mit Irish Setter zu schreiben. Jetzt bin ich schon seit Tagen am überlegen, was ich schreibe, welches Thema ich aufgreife. Erzähle ich von „Xeno“ der sich zum wiederholten Male schützend vor Kinder stellt, wenn er der Ansicht ist es könnte dem Kind etwas passieren? Erzähle ich von Uschko, der Dank einer tollen Tierheilpraktikerin auf dem Weg der Besserung ist und trotz der angeschlagenen Gesundheit, gemeinsam mit Ayla, eine Beisserei verhinderte oder vom Kerlchen, der gerade austestet, wo sein Platz im Leben ist und schaut, ob andere Rüden zu den Freunden oder Feinden gehören. Der es immer wieder schafft durch sein freundliches, lebensfrohes Wesen vertrauen bei unsicheren Hunden aufzubauen.

Wie viele Wissen, sind meine roten Jungs unverzichtbare Helfer bei der Ausbildung von Kundenhunden. Dies zeigte Xeno ganz deutlich während einer Übungsstunde, als der Golden Retriever einer Familie zunehmend ausrastete. Da die Familie mit dem Verhalten ihres Hundes sichtlich überfordert war, musste ich einschreiten, damit er sich beruhigte. Zu diesem Zeitpunkt stand der Kinderwagen der Familie mit dem 9 Monate alten Sohn direkt im Geschehen. Xeno erkannte die Gefahr für das Kind und stellte sich schützen vor den Kinderwagen. Ich bat daraufhin den Vater des Kindes, den Kinderwagen aus der Gefahrensituationen zu bringen, da mir in dem Trubel nicht entgegangen war, das Xeno bereitgewesen wäre, mich bei dem Versuch den Retriever zu beruhigen zu unterstützen. Als der Vater sein Kind aus der Situation entfernt hatte, schaute sich Xeno kurz um, schaute in meine Richtung, schaute zu dem Kinderwagen und stellte sich wieder vor den Kinderwagen. Er war wohl der Meinung Frauchen schafft den Retriever alleine, aber die Familie brauchte einen Beschützer für den Sohn.

Das Xenos Verhalten kein Zufall oder eine einzigartige Aktion war, zeigte sich dann einige Wochen später. Während einer Spielphase der Welpen unserer Welpengrupe, stellte er sich vor eines der anwesenden Kinder, damit es nicht umgerannt wurde.

Das ich Stolz auf meinen vierbeinigen Gefährten bin, muss ich an dieser Stelle bestimmt nicht betonen.

Vogel- und Insektenschutz liegt uns am Herzen

Nistkästen, Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönig, Ebsdorfergrund. Setter, Hundeschule

Nachdem heute noch einmal, wegen der doch etwas unklaren Wetterlage, die Hundeausbildung ausfiel, haben wir die Möglichkeit genutzt Nistkästen anzubringen. In den letzten Tagen fiel auf, dass die Meisen schon nach Nitzplätzen suchen, somit war Eile geboten.

Ingesamt fanden acht Nistkästen einen Platz. Fünf für Meisen, einen für einen Zaunkönig und zwei für Rotkehlchen. Ich bin gespannt, wer gefallen an den Brutmöglichkeiten findet.

 

Als nächste planen wir noch eine Spatzenvilla aufzuhängen.

Spätestens im Mai wird Saatgut für Bienen und andere Insekten ausgebracht.

Ausblick auf das Jahr 2019

Das neue Jahr kommt mit großen Schritten auf uns zu, die Kooperationsgespräche mit neuen und alten Partner sind zum grössten Teil abgeschlossen bzw. stehen vor dem  Abschluss. Das Team der Hundeschule im Grund freut sich auf die Zusammenarbeit.

Wie in diesem Jahr bieten wir im kommenden Jahr in kleinen Gruppen folgendes an:

Gehorsamsausbildung bis hin zu entsprechend Prüfungen

Vorbereitungskurs Hundeführerschein

Begleithundeprüfungsvorbereitung

Mantrailing (Vorbereitung bis zur Prüfung)

Apportieren

 

neu im Programm

Gegenstandssuche (Spürhunde)

Welpenprägungstage voraussichtlich ab Anfang Juli 2019

Stadttraining (einmal monatlich ab Mai 2019)

 

Einzeltraining ist jederzeit nach Terminvereinbarung möglich

 

 

 

 

 

 

Gedanken zu Beobachtungen der letzten Zeit

In der letzten Zeit werden mir immer wieder Hunde vorgestellt, die mittels Leinenruck und körperlicher Manipulation ausgebildet wurden. Angeleitet und ausgebildet durch „erfahrene“ Ausbilder. Vor einiger Zeit tauchte dann auch ein Hund mit einem sogenannten „Stachelhalsband“ auf. Was mich doch sehr verwunderte. Da heutzutage diese Ausbildungsmethoden sehr umstritten sind, teils tierschutzrechtlich verboten und was den Erfolg auf Dauer verspricht widerlegt. (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/41356689_kw45_pa_petitionen_dressur/209872)

Grenzen müssen gesteckt werden, gar keine Frage, aber es kommt auf das „Wie“ an. Der Weg der für den einen o.k. ist, kann für den anderen Grund verkehrt sein und führt in eine Sackgasse.

Ich empfehle daher jedem Hundebesitzer hinterfragt die Empfehlungen die ihr erhaltet, lasst Euch erklären, warum so oder so. Ein guter Trainer gibt Auskunft. Ein Trainer, dem die Hunde am Herzen liegen, macht sich Gedanken, denn der Weg ist das Ziel. Allgemeine, pauschale Empfehlungen sind schön und gut und die kann man nachlesen. Was ist zum Bespiel, wenn im Freilauf, ohne Leine, der Leinenruck fehlt, die Hand die das Hinterteil zum Sitz runterdrückt, kommt der Hund auch ohne Leinenruck zurück, setzt er sich?

Meine Empfehlung testet es einmal aus.

Herbst 2018

Langsam neigt sich für dieses Jahr die Prüfungsvorbereitung der einzelnen Abteilungen dem Ende zu und endet im
Finale, den Prüfungen.
Der ein oder andere Teilnehmer bereitet seinen Vierbeiner (u.a. Jack und Emy) noch auf die diesjährige Begleithundeprüfung vor,
ein anderer Teil u.a. Emma, Duke, Cora, Luna, Sammy. Vroni, Aris) die an den Kursen zur Erlangung eines Hundeführerscheins teilgenommen haben, stehen kurz vor den Prüfungen,
andere (Leia, Max, Paris, Luna,) wiederum sehen mit Spannung den Assistenzhundeprüfungen entgegen.

Die roten Jungs werden in den nächsten Wochen intensiv auf ihre zukünftigen Ausgaben vorbereitet.

Die ersten Besprechungen für die Planungen 2019 sind terminiert. 

Die Schwerpunktentwicklung und die Ausrichtung der Hundeschule, an der in den letzten zwei Jahren intensiv gearbeitet wurde, trägt langsam Früchte und wird weiter ausgebaut.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Mitstreiter/innen, die uns ermöglichen auch weiterhin eine individuelle, tierschutzgerechte Ausbildung nach neuen Erkenntnnissen im Hundewesen und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt, anbieten zu können.

Wir, die roten Jungs und ich machen jetzt ein paar Tage Urlaub.
Telefonisch sind wir, auch in dieser Zeit unter der Nummer 0162 4645255 erreichbar.

Gar nicht so einfach

Es ist gar nicht so einfach die Balance zwischen der Hund bekommt so viele Freiheiten als möglich und dem Gesellschaftsdruck und den ganzen gesetzlichen Vorschriften (Tierschutzgesetz, Hundeverordnung HessenTierschutzhundeverordnung) gerecht zu werden, wobei, um das Chaos komplett zu machen, viele Bundesländer anderslautende Hundeverordnungen haben, was in dem einen Bundesland erlaubt ist, ist in dem anderen noch lange nicht erlaubt. Dazu kommen noch die Vorschriften zu den Brut- und Setzzeiten, das eine Bundesland hat sie, das andere Bundesland nicht. Werde da mal einer draus schlau.Ein weiteres grosses Problem in meinem Augen ist das dichte Strassennetz, die uneinsichtigen Hundehalter, die noch nicht mal bereit sind ein „Tütchen“ mit zu nehmen und es sogar zulassen, dass Nachbarsgarten mit den Hinterlassenschaften „verziert“ wird.

Gestern habe ich beim Training einer der Folgen des ständig Eingeschränkt werden und nicht Auslebendürfen seiner natürlichen Anlagen bei einem Hund gesehen, er traut sich nichts zu und ist deshalb unsicht, gerade und insbesondere in Situationen, die ihm sonst nichts anhaben würden.

Zudem sollte man bei der Anschaffung eines Hundes daran denken,

Hütehunde wollen hüten,

Jagdhunde wollen jagen,

Kampfhunde wollen käm….

Straßenhunde bleiben tief im inneren Straßenhunde

etc. etc.

Unsere Hunde arrangieren sich über die Jahre mit unserem Lebensstil, aber ob sie dabei glücklich sind, dass können sie uns nur selbst beantworten.

Im Umgang der Menschen untereinander wäre etwas Rücksichtnahme und Verständnis auf allen Seiten ein Anfang, wie seht Ihr das?

 

 

 

Seit 20.08.1999 bis heute

Mittelhessen, Hundeschule, Regenbogenbrücke, Apportieren, Irish Setter, Ebsdorfergrund, Marburger Land, Marburg, Biedenkopf, LandkreisAm 20.08.1999 fand auf dem Hundeplatz in Cappel die erste Übungsstunde der heutigen „HundeSchule im Grund“ statt, damals noch „dogslearn, die kleine Hundeschule im Ebsdorfergrund„. Somit dürfen wir uns als älteste und erste Hundeschule im Ebsdorfergrund sehen und als eine der Ältesten im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Damals wie heute wird die HundeSchule von den roten Jungs unterstützt, ohne die vieles nicht umsetzbar wäre.

Das Wort „klein“ stand damals schon für kleine Gruppen, da wir Wert auf eine indviduelle Ausbildung jedes Einzelnen legen. Das Wort „klein“ stand damals wie heute für eine Ausbildung aus Berufung und nicht als Beruf, denn „gross“ würde keinen Spass machen und wäre nicht unserer.

Getreu dem Gedanken, dass das Gespann Mensch und Hund, sicher im Alltag und der Öffentlichkeit sein sollte, haben wir nach kurzer Zeit den Hundeplatz verlassen und arbeiten seit dem Mobil.

Mobil bedeutet für uns

wir üben im öffentlichen Verkehrsraum

– es gibt keine Massenabfertigung in Form von grossen Gruppen und

– kein Training unter Zeitdruck, da können aus 60 Minuten Gruppenarbeit auch gerne mal 60 Minuten Gruppenarbeit plus anschliessender Beratung werden. 

Der Schwerpunkt liegt seit 1999 darauf dem Hundebesitzer das Verhalten, die Mimik, die Körpersprache seines Hunde zu erklären und näher zu bringen, genauso ist es uns wichtig, das unsere Kunden zum besseren Handling des eigenen Hundes, die Kommunikation und Interaktion zwischen Hunden lesen und verstehen. Die sind in unseren Augen alles kleine Schritt, um Mißverständnissen im Alltag vorzubeugen und bestensfalls zu vermeiden.

In alle den Jahren haben wir viele Hunde kennengelernt, dem ein oder anderen haben wir vom Einzug in ihr zu Hause bis zum Gang über die Regenbrücke begleiten dürfen. Gerne denken wir an diese Gefährten zurück, oft mit einem lachenden und einem weinenden Augen in Gedenken an die schönen Stunden die wir mit ihnen verbringen durften. Ihr seit Unvergessen und lebt in unseren Herzen weiter.

„Leia“ ein Assistenzhund mit besonderem Auftrag.

Ausstralien Sheperd, Leidenhofen, Assistenzhund, Ebsdorfergrund, Familie

Ausstralien Sheperd, Leidenhofen, Assistenzhund, Ebsdorfergrund, Familie

„Leia“, die Aussie-Hündin einer Famlie in Leidenhofen wird, nach dem Amadeus in Rente gegangen ist als Assistenzhund mit besonderem Auftrag mit Hilfe der HundeSchule im Grund ausgebildet.

„Leia“ soll Hilfe holen wenn das Frauchen einen Asthma-Anfall hat und sich selbst nicht mehr helfen kann. „Leia`s “ Aufgabe ist es mit dem Bringsel in der Schnauze (Bild 2) Menschen, Spaziergänger, Radfahrer, Jäger oder eventuell auch Landwirte auf ihren Maschinen auf die Notsituation ihres Frauchens aufmerksam zu machen und die Menschen zu ihrem Frauen zu führen.

Bitte liebe Menschen da draußen, sollte „Leia“ auftauchen und um Hilfe bitten, folgt ihr, Frauchen könnte in Not sein und irgendwo, im schlimmsten Fall ohnmächtig, liegen.

Unterschied zwischen negativer Strafe und positiver Strafe

Ebsdorfergrund, Hunde, Zentrum, Schule, Mantrailing, Nasenarbeit, Stadttraining, trailen, Welpen, Junghudne, Kurs,

Negativ im Zusammenhang mit Strafe bedeutet nicht schlecht oder böse, sondern „etwas vorenthalten“, es wird etwas angenehmes verwehrt oder weggenommen.  Für den Hund bedeutet es, sein Verhalten brachte nicht das erwünschte Resultat und er wird, bleibt der Mensch konsequent, dieses Verhalten seltener zeigen.

Positive Strafe ist das aktive hinzufügen unangenehmer Konsequenzen.

Folgende Kriterien werden in der Literatur (O´Heare) festgelegt:

  • Die Strafe muss so intensiv sein, dass der Hund erschrickt und sein Verhalten dadurch unterbrochen wird.
  • Die Strafe muss ausnahmslos immer erfolgen, wenn das fragliche Verhalten auftritt
  • Die Strafe muss unmittelbar auf das Verhalten folgen.
  • Der Hund muss eine Verhaltensalternative gelernt habe, mit der er positive Strafe vermeiden kann.

Positive Strafe wird mit den Personen (dem Besitzer, dem Trainer, weiteren anwesenden Personen), den anwesenden Hundenund dem Umfeld z.B. Hundeplatz verknüpft, in dem sie angewandt wird.
Der Hund wird einem Stresslevel ausgesetzt, der ein optimales Lernen blockiert und im schlimmsten Fall verhindert.

Die positive Strafe geht nicht ohne einen negativen Verstärker (Stachelhalsband, Würgehalsband). Es wird das Stachelhalsband, das Würgehalsband etc. entfernt, wenn der Hund das gewünschte Verhalten.

Der Nachteil dieser Form der Ausbildung bei Hund sind Lernblockaden, der Verlust des Vertrauens und der Bindung zum Besitzer: Man kann auf diese Art und Weise Hunde von bestimmten Verhaltensweisen abhalten, aber was bei diesem Ausbildungsweg bedeutend schwieriger ist, den Hund zu bestimmten Verhalten zu animieren.

Das Ergebnis sind gestresste, weniger lernbereite Hunde .

Durch die postive Strafe erfolgt eine verstärkte Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin zusammen mit Endorphinen, die den Körper belastbarer und schmerzunempfindlicher machen. Dies hat zur Folge, dass der Strafreiz verstärkt werden muss.

Zudem besteht die Gefahr, dass diese Hormone einen belohnenden Charakter erhalten können und somit das unerwünschte Verhalten verstärken. (Adrenalienjunkie)

Fazit: Eine erfolgreiche Hundeerziehung sollte überwiegend auf Motivation beruhen. Kommt man ohne Strafe nicht aus, sollte man die negative Form der Strafe der positiven vorziehen.
Für den Lernerfolg ist eine entspannte, vertrauensvolle Atmosphäre wichtig.

Negativ im Zusammenhang mit Strafe bedeutet nicht schlecht oder böse, sondern „etwas vorenthalten“, es wird etwas angenehmes verwehrt oder weggenommen.  Für den Hund bedeutet es, sein Verhalten brachte nicht das erwünschte Resultat und er wird, bleibt der Mensch konsequent, dieses Verhalten seltener zeigen.

Positive Strafe ist das aktive hinzufügen unangenehmer Konsequenzen.

Folgende Kriterien werden in der Literatur (O´Heare) festgelegt:

  • Die Strafe muss so intensiv sein, dass der Hund erschrickt und sein Verhalten dadurch unterbrochen wird.
  • Die Strafe muss ausnahmslos immer erfolgen, wenn das fragliche Verhalten auftritt
  • Die Strafe muss unmittelbar auf das Verhalten folgen.
  • Der Hund muss eine Verhaltensalternative gelernt habe, mit der er positive Strafe vermeiden kann.

Positive Strafe wird mit den Personen (dem Besitzer, dem Trainer, weiteren anwesenden Personen), den anwesenden Hundenund dem Umfeld z.B. Hundeplatz verknüpft, in dem sie angewandt wird.
Der Hund wird einem Stresslevel ausgesetzt, der ein optimales Lernen blockiert und im schlimmsten Fall verhindert.

Die positive Strafe geht nicht ohne einen negativen Verstärker (Stachelhalsband, Würgehalsband). Es wird das Stachelhalsband, das Würgehalsband etc. entfernt, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.

Der Nachteil dieser Form der Ausbildung bei Hund sind Lernblockaden, der Verlust des Vertrauens und der Bindung zum Besitzer: Man kann auf diese Art und Weise Hunde von bestimmten Verhaltensweisen abhalten, aber was bei diesem Ausbildungsweg bedeutend schwieriger ist, den Hund zu bestimmten Verhalten zu animieren.

Das Ergebnis sind gestresste, weniger lernbereite Hunde .

Durch die postive Strafe erfolgt eine verstärkte Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin zusammen mit Endorphinen, die den Körper belastbarer und schmerzunempfindlicher machen. Dies hat zur Folge, dass der Strafreiz verstärkt werden muss.

Zudem besteht die Gefahr, dass diese Hormone einen belohnenden Charakter erhalten können und somit das unerwünschte Verhalten verstärken. (Adrenalienjunkie)

Fazit: Eine erfolgreiche Hundeerziehung sollte überwiegend auf Motivation beruhen. Kommt man ohne Strafe nicht aus, sollte man die negative Form der Strafe der positiven vorziehen.
Für den Lernerfolg ist eine entspannte, vertrauensvolle Atmosphäre wichtig.